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Die Welt steht auf dem Kopf

Täglich ab 18 Uhr geöffnet, heute (Mittwoch) um 19 Uhr Führung, Vorträge und der Film "267 Tage im Wald" - Mainz, Rheinallee 79-81, 3. Stock

Kennen Sie das Gefühl, daß etwas wirklich aus dem Ruder läuft? Daß das Gegenteil dessen gemacht wird, was richtig wäre? Daß die Welt auf dem Kopf steht?

Nun, wir haben aktuellen Anlaß zur Feststellung: die Welt steht tatsächlich auf dem Kopf.

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Politik ist Kunst, wenn sie die Welt auf den Kopf stellt. Die Welt steht auf dem Kopf, wenn für den Klimakiller Flugzeug Wälder gerodet, die vom Fluglärm Betroffenen ganz demokratisch ihrer Grundrechte beraubt werden und Politiker die Interessen von Lobbyisten vertreten.Deshalb beginnt diese Fotoausstellung am 14.10.2011 um 19 Uhr mit der Finissage und endet am 22.10. um 19 Uhr mit der Vernissage, dem Tag, an dem die neue Landebahn des Frankfurter Flughafens in Betrieb geht.

Gezeigt werden nicht nur Fotos. Es gibt auch Informationen und Vorträge von Umweltverbänden und Bürgerinitiativen zum Thema Flughafenausbau, Klimaschutz, Nachtflugverbot und Flugrouten.

Link zur Webseite des Penglands

Link zur Veranstaltung in Facebook

 

Vor fünf Jahren, als ich damit begann, diese Bilder zu machen, war das Problem des Ausbaus des Frankfurter Flughafens vielen noch nicht präsent. Wen immer man fragte, jeder glaubte den hehren Versprechungen, daß mehr Fliegen automatisch auch mehr Arbeitsplätze bedeute, und vor allem: daß es schon nicht so schlimm kommen werde, denn es würde nachts nicht geflogen.
Seitdem ist viel geschehen. der Flughafen wurde tatsächlich ausgebaut, es wurden Fakten geschaffen, aber keine dauerhaften Arbeitsplätze. Von einem Nachtflugverbot ist nicht mehr die Rede, dafür wurden die Flugrouten so gelegt, daß die relative Ruhe in Mainz und Umgebung passé ist. All die Versprechungen waren offenbar wertlos. Den Nutzen des Flughafens haben andere während die Bürger die Nachteile tragen.

Aber das Thema Fluglärm ist nur ein Aspekt.

Das Flugzeug ist mit Abstand das umweltschädlichste Verkehrsmittel. Es wird angesichts der günstigen, weil vom Steuerzahler stark subventionierten Flugpreise meist vergessen, daß der Preis eines Flugtickets nicht nur aus dem besteht, was man als Passagier und Steuerzahler dafür bezahlt. Die Kosten für die Zerstörung der Umwelt sind immens, die Kosten des Klimawandels nicht mehr zu beziffern.

Auf den Bildern sehen Sie diese Umweltzerstörungen, mit Beispielen aus Frankfurt, Hamburg, Berlin und vielen anderen Städten, weitere Exponate zeigen die Auswirkungen der Flugrouten und führen die sozialisierten, also von der Flugbranche der Allgemeinheit aufgebürdeten Kosten der Massenfliegerei in den Vordergrund. Am 14.10. spricht dazu auch der Vorsitzende der Interessengemeinschaft zur Bekämpfung des Fluglärms (IGF) e. V., Dirk Treber. Weitere Vorträge sind geplant.

Bericht in der Allgemeinen Zeitung